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Was ist eigentlich Erfolg? fragt das Medienmagazin Journalist in der Titelgeschichte seiner März-Ausgabe von 2o12 einige erfahrene Journalisten und kommt naturgemäß zu keinem Ergebnis, das sich formelhaft standardisieren ließe. Erfolg ist für jeden etwas anderes, und, wie wohltuend, nicht zwangsläufig an alphatierhafte Attitüden, an Positionen und Posten gebunden: „Auch inhaltliche Verantwortung kann in diesem Berufsfeld beglücken.“

Erfolg kann auch ein Zitat von Oscar Wilde sein: „Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“

Dieser Blick und diese Verantwortung sind es, die uns – die Macher von All die schœnen Worte – treiben. Eines wie das andere kommt nicht ohne Bildung und Erfahrung beziehungsweise ohne das aus, was der Journalismusforscher Prof. Michael Haller mal als „professionelle Beherrschung von Handwerk mit Verstand und Augenmaß“ bezeichnet hat.

 

Text+Buch.Redaktion+Kommunikation

 

Uns reizt jede Disziplin in der Sportart Schreiben. Wir sind Traditionalisten im besten Sinne des Wortes, sind ebenso solide, penible und seriöse Handwerker wie konstruktive Kommunikationsprofis, debattenfreudige Nach- und Querdenker und inspirierte Erbauer wehrhafter Wortgebäude. Einerseits. Vor dem Hintergrund des Wandels im Journalismus scheinen derartige Qualitäten, zumal solide ethische Prinzipien, nicht mehr grundsätzlich gewünscht.

Mehr denn je erleben wir dieses Handwerk deshalb als buchstäblich kostbares Gut, für das es gilt, Haltung zu bewahren: wider die Banalisierung von Texten, Krawallschreiberei zum Zwecke des Clickbaiting, aufgeblasene Sendementalitäten, oberlehrerhaftes Bla.

Deshalb wohnen jeder Zusammenarbeit zunächst auslotende Prozesse auf der Basis von Wertschätzung und Wohlwollen inne. Wenn´s passt, ist´s gut. Denn nach wie vor nicht geeignet sind wir für unprofessionell arbeitende Textredakteure, für unseriöses Gehühner um Honorare und das Anmahnen derselben, für den Kampf um Aufmerksamkeit mit allen Mitteln, für Geschreibsel für schlichte Gemüter.

Unsere jeweils spezifischen Qualifikationen und Kompetenzen ermöglichen ein umfassendes Portfolio, Details stellen wir Ihnen hier und gern im Gespräch vor.

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Die Golfanlage der Zukunft 3: „Green Eagle Nature“ als Öko-Vorbild

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Hühner, Schafe, rinder, Wildwiesen und Clubhaus-Gastro:

Die Green Eagle Golf Courses bei hamburg leisten sich

eine klare Haltung in Sachen nachhaltigkeit.

Eigentlich sind es immer lebhafte Zeiten auf den Green Eagle Golf Courses. Aber in den letzten Wochen ganz besonders: Während sich auf dem Porsche Nord Course Deutschland-Debütant Xander Schauffele für seinen Start bei der Porsche European Open einschoss und schon festgestellt hatte, das „Grüne Monster“ mit seinen 7.165 Metern sei „ein ganz schön langes Ding“, freundeten sich am Rand des Süd Course 80 wollige Weibsbilder mit ihrem neuen Zuhause an.

Die Mutterschafe – sämtlichst Vertreterinnen alter Landschaf-Rassen, die auf der roten Liste der gefährdeten Nutztierarten stehen – kommen aus der Schäferei Wümmeniederung und sind die jüngste Bereicherung von Fauna und Flora auf den 186 Hektar am Rande von Winsen/Luhe, wo die Green-Eagle-Macher Michael Blesch und Ralf Lühmann mittlerweile eine Art Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit auf und von Golfanlagen entwickelt haben.

„Gerade Golfplätze haben den Raum und die Möglichkeiten, eine Menge zu tun“, sagt Michael Blesch. Auf Green Eagle tun sie eine Menge, haben dafür mit „Green Eagle Nature“ das entsprechende Label kreiert, unter dem alle Maßnahmen laufen, und leben ihre Überzeugung. Dass es dabei nicht immer ohne Reibung abgeht, nimmt Blesch in Kauf. Es gab schon Golfer, die ein wenig ihre Nase über das exzentrische Odeur der Schafsdamen rümpften. Die freilich ersetzen künftig einen Teil des Maschineneinsatzes und halten das Rough auf natürliche Weise kurz, nach der Porsche European Open auf dem Nord Course gleichermaßen.

„Auch wenn es etwas teurer sein wird als der Einsatz von Mähern, wollen wir uns dieses Vorgehen leisten, denn im Rahmen unserer Philosophie von Green Eagle Nature ist es der einzige richtige Weg“, hieß es zur Begrüßung des vierbeinigen Greenkeeper-Zuwachses auf Facebook. Und demnächst bereichern die Neuzugänge in Form von Lammkoteletts oder Lammkeulen schließlich noch die Speisekarte.

Apropos: Wenn im Clubhaus mittlerweile fast ausschließlich Gerichte serviert werden, deren Zutaten aus extrem naturnaher Tierhaltung stammen, vom regionalen Gemüse- bzw. Obstanbau kommen oder Bioqualität haben, und auch vom Kaffee bis zum Weißwein und Prosecco alles bio ist, so schlägt sich das (natürlich) in den Preisen nieder, die um zehn bis 15 Prozent angehoben werden mussten. Nicht jeder will das bezahlen.

„Andererseits“, relativiert Marketing-Leiterin Alexandra Schöning, „ist der Wareneinstand auch um 30 bis 60 Prozent höher, wir subventionieren schon den Rohertrag. Aber das nehmen wir in Kauf.“ Haltung muss man sich halt leisten wollen.

250 Mitglieder in Bleschi‘s Chicken Club

 

Am Anfang freilich war das Huhn, auch wenn das irgendwie was von der berühmten Frage nach der Henne und dem Ei hat. Die Antwort jedenfalls ist in diesem Fall schnell gefunden. „Meine Eltern hatten Hühner, ich bin das von Zuhause gewohnt“, erzählt Blesch. Da war der Schritt zum eigenen Federvieh kein großer. Allerdings umfasst Bleschi‘s Chicken Club mittlerweile 250 Exemplare etlicher Rassen, vom fast ausgestorbenen Totleger über Zwergweyndotten, Bresse- und Perlhühnern sowie Ramelslohern. Dazu 40 glückliche Hühner aus dem Programm „Rettet das Huhn“, die nach qualvollen Wochen in der grauenvollen Massentierhaltung nun ihren Lebensabend bei Green Eagle Nature genießen, und ein paar Enten.

Während Blesch sogar per Brutkästen in der privaten Küche für Nachwuchs sorgt oder in den Randbereichen der Anlage Wildblumenwiesen zugunsten der Insektenvielfalt und gegen das Bienensterben anlegt, pickt sein Hühnervolk in der riesigen Voliere am Rand von Bahn 10 des Süd Course nach Herzenslust und wird mit Körnern, Gemüse- und Salatresten gefüttert. Das Ergebnis kann sich schmecken lassen, und damit ist auch das Ei wieder im Spiel: Die Rühreier oder Omeletts sind schlichtweg eine Wonne. Und bei den Green-Eagle-Gästen schon fast Legende.

Damit der nachhaltigen Lieferanten aber nicht genug. Auf einer Wiese neben dem ersten Abschlag des Porsche Nord Course, wo in der ersten Septemberwoche Xander Schauffele, Patrick Reed, Matt Kuchar und Co. die dritte norddeutsche Auflage der Porsche European Open angegangen sind, weiden seit einiger Zeit 34 Herefords, 17 Kühe und 17 Kälber; die Rinder leben ganzjährig im Freien, werden nur mit Heu und dem Grasschnitt gefüttert, der beim Mähen auf dem Golfplatz abfällt, und erst geschlachtet, wenn die Kühe ein gewisses Alter erreicht haben und keine Kälber mehr austragen können.

Das Fleisch verarbeitet Green Eagles Küchencrew um Chef Benjamin Seiferth und das aus dem Libanon stammende Koch-Urgestein Fatfat beispielsweise zum berühmten Blesch Burger oder einer famos aromenstarken, weil ehrlichen Currywurst, die wie alles andere auf den Green-Eagle-Tellern ohne den Dreck auskommen, den die Lebensmittelindustrie gern ins Essen mischt.

So ist Green Eagle Nature ein geschlossener Kreislauf der Nachhaltigkeit: „Die Welt steht ökologisch vor dem Abgrund, und wenn nicht schon der Einzelne was für sich ändert, rutschen alle runter“, sagt Michael Blesch dazu. Und: „Jeder, der ein Grundstück hat, kann ein Stück Wiese für die Insekten herrichten und drei Hühner für die Küchenabfälle und für wunderbare Eier halten.“ Derweil ist Überzeugungstäter Blesch schon wieder mit neuen Naturschutz- und Ökologieprojekten beschäftigt. Also, Fortsetzung folgt …